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Stand August 2008

Artikel aus dem Trierischen Volksfreund
Feuerwehrmuseum rückt näher
 
Von unserem Redakteur Axel Munsteiner
 
Bei 1,76 Millionen Euro liegen nach aktuellem Stand der Planung die Kosten für den Bau des Feuerwehrmuseums in Hermeskeil. Darüber wurde der Stadtrat in seiner Sitzung informiert. Stadtbürgermeisterin Ilona König und Investor Wolfgang Schäfer, der dort ergänzend einen Gastronomiebetrieb einrichten will, hoffen, dass das Vorhaben 2009 umgesetzt werden kann.

Hermeskeil.Seit 2007 gilt in Sachen Stadtentwicklung die Umwandlung des alten Heimatmuseums am "Neuen Markt" in das bislang erste Feuerwehrmuseum in Rheinland-Pfalz als wichtigstes Projekt in Hermeskeil (der TV berichtete mehrfach). Dafür soll der bestehende, marode Altbau umgestaltet und durch einen Neubau erweitert werden. Auf rund 1300 Quadratmetern Fläche will der eigens gegründete Förderverein neben seltenen historischen Kleinteilen wie Helmen oder Uniformen auch größere Geräte und Fahrzeuge ausstellen, um dem Besucher den Wandel des Feuerwehrwesens anschaulich zu machen. Zusätzlich will der Schillinger Wolfgang Schäfer, Besitzer des Losheimer "Brauhauses", im Erdgeschoss des Altbaus einen Gastronomiebetrieb mit Brauereiausschank und Biergarten einrichten. Wichtig ist Schäfer dabei eine Botschaft: "Die Gastronomie ist eine rein private Investition, die voll von mir bezahlt wird und in die kein Cent an Steuermitteln fließt", sagt er im TV-Gespräch.
 

Schillinger Geschäftsmann investiert und plant


 
Schäfers Immobiliengesellschaft "IFA" ist allerdings mit der Planung des gesamten Gebäudekomplexes beauftragt. Mehrfach wurden die Entwürfe für das Museum überarbeitet. Unter anderem hatte der Stadtrat Anfang 2008 festgelegt, dass eine "abgespeckte Version" zum Tragen kommen soll und die Kosten von 2,3 auf 1,6 Millionen Euro reduziert werden sollen.
 
Inzwischen hat die Planung weiter Gestalt angenommen. Dem Stadtrat wurde in der jüngsten Sitzung die aktuelle Kostenschätzung vorgestellt. Sie beläuft sich laut Aussage von Friedbert Knop vom VG-Bauamt auf 1,76 Millionen Euro. Verantwortlich für die Mehrkosten seien Neuberechnungen, wie teuer die Sanierung des Altbaus und die Gestaltung der Außenanlagen werden. Zudem soll die Ausstellungsfläche geringfügig vergrößert werden.
 
Konsens herrschte im Rat, dass der geplante Bau des Feuerwehrmuseums, den das Land mit 65 Prozent bezuschussen will, eine Einrichtung von überregionaler Bedeutung sein wird, die eine Bereicherung für Hermeskeil darstellt. Udo Moser von der BFB-Fraktion gab jedoch zu bedenken, "dass wir bei der gedeckelten Summe von 1,6 Millionen bleiben sollten. Wir müssen uns zwar eventuell bei der Ausstellung etwas zurücknehmen, werden aber auch dann noch ein attraktives Museum bekommen". VG-Bürgermeister Michael Hülpes, zugleich Vorsitzender des Fördervereins, warnte jedoch vor weiteren Kürzungen: "Das geht zu Lasten der Qualität."
 
Letztlich nahm der Rat bei nur einer Enthaltung (Sigurd Hein, SPD) die aktuelle Kostenschätzung zur Kenntnis.
 
König erläuterte auf TV-Anfrage den weiteren Fahrplan. Wegen der Förderung des Projekts werde es weitere Gespräche mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier geben. Parallel dazu wird die Stadt mit dem Investor verhandeln, um Details wie die kostenmäßige Aufteilung für die Herrichtung der Außenanlagen abzuklären. Außerdem muss es noch eine Einigung mit dem Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) geben, weil die Stadt für das Museumsprojekt Grunderwerb im Bereich des angrenzenden Amtsgerichts tätigen muss.
 
"Meine persönliche Vorstellung lautet, dass all das bis Ende des Jahres abgeschlossen ist und wir einen Förderantrag gestellt haben, so dass wir 2009 mit dem Bau beginnen können". Auch Schäfer hat eine klare Zielsetzung: "Wir wollen mit unserer Gastronomie Mitte 2009 ans Netz gehen. Denn schließlich verdienen wir im Sommer das meiste Geld".

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