Stand 29. März 2011
Neues Museum und schönerer Bahnhofsplatz
aus demTrierischen Volksfreund (Artikel gekürzt): Von unserem Redakteur Axel Munsteiner
Der Bau des Feuerwehrmuseums auf dem Neuen Markt und die Einrichtung einer Erlebnisstation am Hermeskeiler Bahnhof sind beschlossene Sache. Der Stadtrat hat am Dienstagabend (29. März) der Verwirklichung beider Vorhaben mit großer Mehrheit zugestimmt.
Hermeskeil. Es sind zwei Projekte, über die im Rat schon häufig diskutiert wurde: Seit 2007 liegt ein Stadtentwicklungskonzept vor, in dem der Neubau des Feuerwehrmuseums und die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes die höchste Priorität haben. Bisher haben die Hermeskeiler jedoch vergeblich darauf gewartet, dass sich an diesen zwei Stellen etwas tut. Das hatte in erster Linie mit der ungeklärten Zuschussfrage zu tun. Inzwischen gibt es in diesem Punkt mehr Klarheit. Der Stadtrat hat deshalb am Dienstag in einer sachlichen Debatte die Weichen dafür gestellt, dass aus den Plänen Wirklichkeit wird.Feuerwehrmuseum: Die Bauarbeiten auf dem Neuen Markt sollen voraussichtlich im Sommer beginnen. Wie im TV bereits berichtet, hat das Land am 18. März die Zusage für einen Zuschuss über zwei Millionen Euro gegeben. Das entspricht einer Förderquote von 65 Prozent und erfüllt damit die wichtigste Bedingung, an die der Rat in seiner Grundsatzentscheidung vom April 2010 den Bau des Feuerwehrmuseums gekoppelt hat. Auf dem Neuen Markt soll das baufällige Gebäude des Heimatmuseums umgestaltet und daneben ein Neubau errichtet werden. Im Feuerwehrmuseum werden Uniformen, Geräte und Fahrzeuge gezeigt. Die Ausstellung soll darüber hinaus den Besuchern in sogenannten Erlebnisräumen Wissen über die Entwicklung des Brandschutzwesens vermitteln. Betreiber wird ein eigens gegründeter Förderverein sein.
Das Museum - mit jeweils 150 000 Euro auch vom Kreis Trier-Saarburg und der Verbandsgemeinde bezuschusst - wird zirka drei Millionen Euro kosten. Hinzu kommen geschätzte 600 000 Euro für den Gastronomieteil, der im Untergeschoss des Heimatmuseums entstehen soll. Der Innenausbau dafür wird aber vorerst zurückgestellt - und zwar so lange, bis ein Pächter oder Investor gefunden ist. Darauf wies Stadtbürgermeister Udo Moser (BFB) hin. Er bestätigte die Nachfrage von Bernd Mende (CDU), der wissen wollte, "ob es richtig ist, dass wir also für die Gastronomie nur die Hülle bereitstellen und sonst nichts?" CDU, SPD, FWG und BFB stimmten dem Projekt zu. Die Linkspartei und Ottmar Muno (fraktionslos) waren dagegen.
Stadtrat für Feuerwehrmuseum, Baubeginn weiter unklar
entnommen aus"Rund um Hermeskeil", Ausgabe 14/11 (07. April 2011)
Stadtrat für Feuerwehrmuseum, Baubeginn weiter unklar
Der Hermeskeiler Stadtrat hatte sich auf seiner sehr sachlich geführten Sitzung am Dienstag, dem 29. März 11, mit zwei großen Projekten zu befassen, die enorme finanzielle Anstrengungen erfordern, für die Entwicklung der Stadt jedoch von erheblicher Bedeutung sind: dem Neubau des Rheinland-Pfälzischen Feuerwehrmuseums am Neuen Markt und der Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes.
Das Rheinland-Pfälzische Feuerwehrmuseum soll am Neuen Markt entstehen, die Innenstadt aufwerten und, so Stadtbürgermeister Udo Moser, einen Synergieeffekt für das Hochwaldmuseum und das Naturparkhaus bewirken. Das Land hat zu den geschätzten Gesamtkosten von rund 3024000 € für dieses Jahr einen Zuschuss von einer Million € und für die weiteren Jahre, je nach Baufortschritt, von weiteren 944000 € bewilligt. Thomas Museler, FWG, sorgte sich um die möglichen Kosten der Vorfinanzierung. Bürgermeister Hülpes meinte dazu, diese seien normal. Durch weitere Mittel von VG und Kreis von je 150000 € reduziert sich der städtische Anteil auf rund 780000 €. Darüber zeigten sich alle erfreut, besonders Bürgermeister Michael Hülpes in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fördervereins Feuerwehrmuseum. Er sieht in diesem "Erlebnismuseum" eine weitere Attraktion für die Stadt und die Region und versprach, dass der Verein sich vertraglich verpflichten will, die Bewirtschaftung und die Folgekosten für den laufenden Betrieb zu übernehmen. Damit das Gebäude aber seine volle Attraktivität und dem nötigen städtebaulichen Effekt entfalten kann, ist eine entsprechende Gastronomie dringend erforderlich. Die dafür nötigen rund 600000 € sind nicht zuschussfähig und müssen von der Stadt allein geschultert werden. Leider ist aber noch kein Pächter oder Investor gefunden, weshalb dieser Teil des Baus vorerst nur "im Rohzustand" hergestellt werden soll. Der Innenausbau muss warten, bis ein Pächter gefunden ist, eine Forderung beispielsweise der SPD-Fraktionschefin Beatrix Becker.
Stadtbürgermeister Moser versprach, die Notwendigkeit der Gastronomie offensiv bei der Kommunalaufsicht zu vertreten, "denn sonst können wir den Neubau irgendwo sonst für 1,5 Millionen € realisieren". Der Kreis muss nämlich die Kreditaufnahme genehmigen. Der Rat befürwortete das Projekt, vorbehaltlich der aufsichtsbehördlichen Zustimmung, mit großer Mehrheit. Lediglich die Links-Fraktion und Otmar Muno waren dagegen. Doch der Baubeginn, eigentlich wegen des Landeszuschusses in Kürze möglich, wird sich weiter verzögern. Laut Auskunft von Udo Moser haben Landrat Schartz und die Kommunalaufsicht am vergangenen Mittwoch, einen Tag nach der Stadtratssitzung, verlangt, dass die Stadt vor der Kreditgenehmigung zuerst einen Pächter für die Gastronomie gefunden haben muss. Die Stadt will daher Inserate schalten. Die Stadt hätte lieber mit den Planungen und Ausschreibungen begonnen und gleichzeitig einen Pächter gesucht. Nun wird befürchtet, dass eventuell Schnelligkeit vor Qualität geht. Die Öffentlichkeit ist gespannt, wie und wann es weitergeht. (ws)
