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Stand 18. März 2011

Feuerwehrmuseum: Bauarbeiten sollen im Sommer beginnen

Aus dem Trierischen Volksfreund, Redakteur Axel Munsteiner

Nachdem die Zuschussfrage geklärt ist, rückt der Bau des Feuerwehrmuseums in Hermeskeil in greifbare Nähe. Der Stadtrat soll das 3,7 Millionen-Euro-Projekt in seiner Sitzung am 29. März endgültig auf den Weg bringen. Dann können die Arbeiten im Sommer beginnen.

Freut sich auf das Feuerwehrmuseum: Ernst Blasius, der künftige Leiter der Ausstellung. TV-Foto/Archiv: Klaus Kimmling

Hermeskeil. "Wir haben lange warten müssen. Umso mehr freut es uns, dass wir jetzt endlich in die Gänge kommen." So fasst Ex-Wehrführer Ernst Blasius die Stimmungslage all derer zusammen, die auf den Bau des rheinland-pfälzischen Feuerwehrmuseums in Hermeskeil hoffen.
 
Seit 2007 laufen die Planungen für das Projekt auf dem Platz am Neuen Markt, das im Stadtentwicklungskonzept an erster Stelle steht. Dort steht das marode Gebäude des alten Heimatmuseums, das saniert und um einen Neubau ergänzt wird.
 
Nach vielen Hindernissen steht aber erst jetzt fest: Das Feuerwehrmuseum kann gebaut und vor allem bezahlt werden. Die in früheren Beschlüssen gestellte Bedingung des Stadtrats war nämlich, dass sich das Land mit einem Zuschuss von mindestens 65 Prozent an den Baukosten beteiligt. Diese Zusage ist jetzt da (der TV berichtete bereits). Insgesamt wird das Feuerwehrmuseum schätzungsweise knapp 3,7 Millionen Euro teuer. Ausklammern muss man aus diesem Betrag rund 700 000 Euro für den gastronomischen Teil, der im Untergeschoss des bisherigen Altbaus entstehen soll. Laut Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) - er besuchte am Samstag die Stadt - ist dieser Teil des Vorhabens "nicht förderfähig", weil es sich um einen wirtschaftlichen Betrieb handelt. Für den ersten Bauabschnitt des Feuerwehrmuseums gibt es dieses Jahr vom Land einen Zuschuss von einer Million Euro. In etwa die gleiche Summe fließt dann 2012 und 2013 in zwei weiteren Raten. Der Kreis Trier-Saarburg und die VG Hermeskeil steuern jeweils 150 000 Euro bei. Die Stadt muss circa 700 000 Euro schultern.
 
Für Stadtbürgermeister Udo Moser (Bürger für Bürger) steht der Nutzen dieser Großinvestition jedoch außer Frage: "Das Feuerwehrmuseum ist die Brücke, die für die Belebung der ganzen Innenstadt sorgen soll."
 
Auch VG-Bürgermeister Michael Hülpes (CDU) betont: "Wir sind fest davon überzeugt, dass das Feuerwehrmuseum ein Highlight wird, mit dem wir uns von anderen, ähnlichen Ausstellungen deutlich abheben werden." Hülpes ist Vorsitzender eines Fördervereins, der eigens für dieses Vorhaben gegründet wurde. Seine Mitglieder werden das Museum betreiben und unter der Leitung Blasius' die Besucher fachlich betreuen.
 
Das neue Museum soll mehr sein als nur ein Arsenal für historische Ausstellungsstücke aus über 100 Jahren Feuerwehrgeschichte. Auf etwa 1080 Quadratmetern Fläche sind dort mehrere Erlebnisräume vorgesehen, in denen multimediale Techniken zum Einsatz kommen.
 
Stimmt der Stadtrat am 29. März zu, können die Arbeiten für das Feuerwehrmuseum ausgeschrieben werden. Hülpes und Moser halten es für realistisch, dass die Baufirmen "nach der Stadtwoche" im Juli loslegen können und die Arbeiten "innerhalb eines Jahres zu stemmen sind". Somit könnte das Museum 2012 eröffnet werden. Die angepeilte Besucherzahl liegt bei circa 25 000 jährlich. Was den Gastronomieteil angeht, sagt Moser: "Es ist jetzt unsere Aufgabe, dafür einen Pächter oder einen Privatinvestor anzuwerben. Bisher war das Problem, dass wir Interessenten nicht sagen konnten, wann es losgeht."

 

Grünes Licht für das Feuerwehrmuseum

entnommen aus "Rund um Hermeskeil" KW 12/2011

Nach Förderzusage des Landes ist der Weg frei - Auch Kreis und Verbandsgemeinde beteiligen sich

Kurz vor der Landtagswahl am kommenden Sonntag hat das Innenministerium in Mainz grünes Licht für das Hermeskeiler Feuerwehrmuseum gegeben. Zusammen mit dem Wahlkreisabgeordneten Alfons Maximini überbrachte Innenminister Karl-Peter Bruch (beide SPD) am vergangenen Samstagabend die frohe Botschaft, dass das Land den erhofften Zuschuss von 65 % der Baukosten (ohne die geplante Gastronomie) gibt. Insgesamt beträgt der Landeszuschuss 1,944 Mio. Euro.

Freudiges Ereignis für Udo Moser und Hermeskeil: Das Land Rheinland-Pfalz, hier vertreten durch Innenminister Bruch und den Landtagsabgeordneten Maximini, macht den Bau des Feuerwehrmuseums möglich.
Stadtbürgermeister Udo Moser (BfB) zeigte sich hocherfreut und erklärte, dass nach der Stadtwoche mit dem Bau begonnen werden könne. Ein zwiespältiges Gefühl muss dagegen Bürgermeister Michael Hülpes (CDU) gehabt haben, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fördervereins Feuerwehrmuseum anwesend war. Zwar freute auch er sich natürlich über die Förderzusage, sah den Termin, zu dem er kurzfristig eingeladen worden war, wegen des Zeitpunkts aber als Wahlkampfveranstaltung an.

"Eine gewaltige finanzielle Kraftanstrengung aller Beteiligten" sei notwendig, hatte Landrat Günther Schartz (CDU) noch kurz vorher in einer Pressemitteilung erklärt. Mit diesem Projekt werde der innerstädtischen Entwicklung von Hermeskeil ein Schub gegeben, von dem auch der mittelzentrale Einzugsbereich profitieren werde.

Der Kreis Trier-Saarburg und auch die Verbandsgemeinde haben signalisiert, sich mit Zuschüssen von jeweils 150000 Euro zu beteiligen, sofern die Landeszuschüsse gesichert sind. Da diese Bedingung nun eingetreten ist, steht dem Bau nichts mehr im Wege.

Die Landesförderung geht von der Bausumme ohne den geplanten Gastronomiebereich aus, das sind rund 3 Mio. Euro. Auf die Gastronomie will aber die Stadt, so Udo Moser, auf keinen Fall verzichten, weil sonst das gesamte Projekt erheblich an Attraktivität verlieren würde. Man ist, so Moser, offen sowohl für ein Investorenmodell als auch für ein Pächtermodell. Derzeit sind Verhandlungen mit einer Brauerei im Gange. "Wichtig ist", so der Stadtbürgermeister, "dass wir jetzt den Interessenten auch einen Zeitpunkt nennen können".

Für den ersten Bauabschnitt wird das Land bereits in diesem Jahr einen Betrag von 1 Mio. Euro bereitstellen. Der Rest wird in den folgenden Jahren nach Baufortschritt ausgezahlt.

Udo Moser hofft auf Synergieeffekte, die der Museumsbau für die touristische Infrastruktur in der Stadt bringen wird. Den Betrieb des fertigen Feuerwehrmuseums, das in zentraler Lage im Umfeld des Hochwaldmuseums und des Informationszentrums des Naturparks Saar-Hunsrück einen Meilenstein in der Stadtentwicklung markiert, wird der Förderverein gewährleisten. "Die Stadt Hermeskeil erhofft sich zu Recht eine Belebung der gesamten Museumsmeile‘ in und um Hermeskeil", erklärte der Landtagsabgeordnete Maximini.


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